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Computerfernsteuerung zwischen Linux und Windows

Die Fernsteuerung von Computern ist mehr als Spielerei. Sie kann Administratoren viel Rennerei bei der Wartung von Servern oder der Unterstützung von Anwendern abnehmen. Das Beste: Die notwendigen Tools dazu gibt es umsonst.

(Erschienen im Sonderheft "Linux professionell 2/2005")

Nicht nur Administratoren, sondern auch Hobbyisten haben ein Problem, wenn sie Computer verschiedenen Orten nutzen, wenn also die Servermaschinen in einem speziellen Raum stehen. Um nur schnell mal eine Einstellung zu überprüfen oder ein kleines Programm zu installieren, müssen Sie die sich auf den Weg zum anderen Rechner machen. Mit der richtigen Software braucht der bequeme Bürostuhl dagegen nicht mehr verlassen werden.

Ein typisches Beispiel im Privatbereich wäre beispielsweise ein PC, der im Keller oder auf dem Dachboden des Eigenheims steht und dort seine Arbeit als Fileserver und Aufzeichnungsgerät für Fernsehsendungen verrichtet. Um dort "schnell einmal" etwas nachzusehen, umzustellen oder zu installieren ist immer die persönliche Anwesenheit erforderlich.

In solchen Fällen helfen Remote Control-Programme aus, die eine Fernsteuerung eines Computers durch einen anderen erlauben. Dabei werden die Tastatur- und Mauseingaben auf dem steuernden Computer an den Zielrechner übertragen und dort so ausgeführt, als gebe sie der Anwender vor Ort ein. Die Bildschirmausgabe wiederum wird wieder zurück übertragen. Beide Systeme müssen lediglich über eine Datenverbindung, also etwa ein Ethernet-Kabel oder eine drahtlose WLAN-Verbindung verfügen. Je nachdem, wie schnell die Anbindung ist, kann das Ganze recht flüssig ablaufen.

Kommerzielle Tools sind dabei für den Hobby-Anwender, der sie nur gelegentlich nutzt, zu teuer. Vor allem gibt es aber mit dem Programm VNC kostenlosen Ersatz für sie. VNC entstand aus einem Forschungsprojekt einer Olivetti-Abteilung in Cambridge.

Inzwischen gibt es mehrere Varianten von VNC, die unterschiedliche Stärken besitzen, wie etwa mehr Sicherheit oder besseres Verhalten bei langsamen Verbindungen. Durch die Aushandlung der verwendeten Features können aber alle Varianten miteinander arbeiten.

Eine Übersicht der verschiedenen Ausführungen gibt es beispielsweise auf http://ultravnc.sourceforge.net/links.html.

Neben der freien Verfügbarkeit ist der große Clou an VNC seine Verfügbarkeit für viele Plattformen. Es gibt VNC für Windows, Linux, Mac und viele PDAs und intelligente Handys.

Könnte man dabei nur innerhalb einer Betriebssystem-Kategorie fernsteuern, wäre VNC nur ein nettes Tool. Tatsächlich verstehen sich aber alle Varianten auch untereinander. Den Linux-Server von unterwegs aus mit dem PDA warten? Kein Problem! Von Windows aus einen Mac steuern? Na klar!

VNC einsetzen

Unter Windows bietet sich das kompakte TightVNC an. Seine Installation läuft recht unspektakulär ab. Sie werden lediglich gefragt, welche der beiden Komponenten Server/Viewer installiert werden soll und ob sich das Server-Modul gleich unauffällig als Dienst installieren soll. Das ist immer empfehlenswert, da nur so ein Computer von der Ferne aus neu gestartet werden kann. Ohne diese Einstellung wäre er zwar über die Fernsteuerung neu startbar, die Benutzeranmeldung müssten Sie dann aber wieder vor Ort erledigen. Denn nur als Dienst ist TightVNC zu diesem Zeitpunkt bereits aktiv und sie können den Login von einem anderen Computer aus durchführen.

Auf vielen Linux-Computern ist VNC als einfach installierbares Paket enthalten oder gehört vielleicht sogar zur Grundinstallation. Zur Nachinstallation sollten Sie in die Oberfläche zur Paketverwaltung gehen und nach dem klein geschriebenen Begriff "vnc" suchen.

Falls die Distribution die Anwendung in Pakete für Server- und Viewer-Modus aufteilt, installieren Sie beide.

Auf Suse-Linux befinden sich beide Programmvarianten in der grafischen Oberfläche unter "System/Verbindung zum Fremdrechner". In der Grundeinstellung ist der Server aber eher als Unterstützung für einen lokalen Linux-Anwender eingerichtet. Der kann im Bedarfsfall per Mail eine Einladung inklusive temporärem Passwort absenden und dann darauf hoffen, dass ein Administrator bald von der Ferne aus aufsucht und beim aktuellen Problem hilft.

Im Suse-Verwaltungsprogramm Yast kann auch ein dauerhaftes Passwort eingerichtet werden. Die Einstellungen dafür gibt es unter "Internet & Netzwerk/Arbeitsfläche freigeben".

Auf allen Linux-Varianten funktioniert die manuelle Variante. Dazu geben Sie - beispielsweise per SSH-Konsole - einfach das Kommando "vncserver " ein. Nun verlangt das Programm von Ihnen das Fernzugriffs-Kennwort und eine eigene X-Umgebung wird gestartet. Der Fernwarter bekommt damit einen eigene Oberfläche spendiert, statt in der am Monitor des ferngesteuerten Computers dargestellten GUI zu landen.

Um den Server wieder zu stoppen wird vncserver mit dem Parameter "-kill" aufgerufen. Der will allerdings auch die Displaynummer wissen. Die wurde beim Start des Servers angezeigt. Üblicherweise lautet die Nummer "1", so der Anwender den Server mit folgendem Befehl stoppen kann.

vncserver -kill :1

Üblicherweise verwendet das Skript "vncserver", das als Wrapper für das eigentlich zuständige Programm "Xvnc" dient, den Fenstermanager "twm". Wer lieber den moderneren KDE verwendet, muss dies durch Änderung des Skript-Codes tun. In der Regel es unter

/usr/X11R6/bin/vncserver zu finden. Dort muss dann in der Zeile, die "twm" enthält, stattdessen "kde" eingetragen werden.

Auf allen Betriebssystem-Varianten will der "Viewer", also das Programm für die Fernbedienung, zwei essentielle Parameter wissen: Die IP-Adresse der Gegenstelle und die Display-Nummer. Letztere Kennung wird von schlauen Viewer-Varianten auch automatisch erkannt, so dass dort nur die IP-Adresse als Angabe benötigt wird.

Alternativ zur Display-Nummer verlangen einige Client-Programme auch eine Port-Nummer als Angabe. Die Beziehung zwischen beiden Werten ist dabei starr: Das Display Nummer 0 hat den Basisport 5900, das Display 1 verwendet 5901 usw. Bis auf wenige Spezialfälle kommen sowieso nur die beiden Displays 0 und 1 als mögliches Ziel in Frage.

Nach der Eingabe des korrekten Kennworts, sollte sich das Bild der Gegenseite mehr oder weniger schnell aufbauen, je nach Verbindungsgeschwindigkeit. Ärgerlich bei träger Kommunikation ist der Mauscursor, der den Bewegungen des Eingabegeräts hinterherhinkt. Da hilft der von TightVNC verwendete "lokale Mauscursor". Er ist als Punkt ausgebildet und zeigt die aktuelle Position der Maus auf dem Screen der Gegenseite. So lässt sich beispielsweise eine Schaltfläche schon klicken, wenn die Bewegung des fernen Mauszeigers noch gar nicht auf dem eigenen lokalen Display abgeschlossen ist.

Im so genannten "Listen Mode" kann man nur zusehen, was am fernen Computer passiert, etwa um nachzuvollziehen, was der Anwender dort macht. Es werden also weder Tastatur- noch Mauseingaben an die Gegenseite übermittelt. Das ist in vielen Fällen etwas anderes, als die Finger von den eigenen Eingabegeräten zu lassen. Denn gerade die Mausposition wird oft laufend an den entfernten Computern gesendet, was dann dem Benutzer an dieser Station die Bedienung schwer macht.

Fernsteuerung per Browser

Eine praktische Einrichtung, die die Installation von VNC auf der Viewer-Seite unnötig macht, besitzen fast alle Varianten des Programms. Ruft ein Java-fähiger Browser den Port 5800 oder 5801 (je nach Displaynummer) ab, dann wird eine Applet-Version des Viewers im Browser gestartet.

VNC per Browser

Über einen Java-fähigen Browser kann man die Fernsteuerung sogar ohne spezielles Client-Programm einsetzen.

Die URL zum Aufruf des Rechners "server01" mit dem Display 0 lautet beispielsweise

http://server01:5800

Die Steuerung an sich ist genauso schnell, wie die EXE-Version, nur werden an den eigenen Computer höhere Anforderungen gestellt. Ist das etwa ein betagter Pentium II, dann wird das VNC-Applet zäh ablaufen.

Das Protokoll VNC ist recht einfach durch eine Firewall zu schleusen. Brauchen Sie die den Einsatz der Browser-Variante nicht, dann ist bei der Verwendung der erste Displaynummer lediglich eine TCP-Verbindung auf den Port 5900 des Zielsystems freizugeben. Kommen dagegen bei der Steuerung mehrerer Serversysteme die Displays 0 und 1 zum Einsatz und soll die Möglichkeit des Browser-Zugangs offen stehen, müssen Sie TCP-Connections für die vier Ports 5800,5801,5900 und 5901 zulassen.

</p><p>Windows XP hat mit der "Remote-Desktopverbindung" bereits eine Fernsteuer-Lösung an Bord - und zwar sowohl die Client- als auch die Server-Komponente. Allerdings ist diese Einrichtung der Variante "XP Professional" vorbehalten. </p><p><a href='gallery.php?iid=6&keyword=Computer' title='Galerie zum Thema "Computer"'><img src="img_get.php?id=6" height='292' width='251' alt='Remote Desktop unter Windows XP'/></a></p><p>Um einen PC von der Ferne aus steuerbar zu machen, wird in "Systemsteuerung/System" auf der Registerkarte "Remote" die Option für den Remotedesktop aktiviert. Benutzer, die sich darüber anmelden können, müssen über den Button "Remotebenutzer auswählen" explizit definiert werden.</p><p>Am Steuer-PC wird nun das Programm "Remotedesktop-Verbindung" aus der Programmgruppe "Zubehör/Kommunikation" gestartet und der Namen oder die IP-Adresse des Gast-Computer eingegeben. Im Gegensatz zu anderen Lösungen ist dieser PC nach erfolgreicher Anmeldung gesperrt. Um zu verhindern, dass diese Übernahme ungefragt abläuft, muss in der Systemsteuerung bei "Benutzerkonten" die "Art "Art der Benutzeranmeldung" auf die "Schnelle Umschaltung" erfolgen. </p><p>Es gibt von Microsoft auch einen kostenlosen Client für Mac OS X, um einen Windows-PC fernzusteuern. Infos und den Download des Tools bietet www.microsoft.com/germany/mac/weitereprodukte/rdc.mspx. Die Download-Site von Microsoft hält auch Varianten des Client-Programms für ältere Windows-Versionen und PDAs mit Pocket PC bereit.</p><p>Auf Linux-Systemen gibt es das Programm rdesktop, um die Windows-Steuerung durchzuführen. Vielleicht ist auf Ihrem System bereits in der Grundinstallation enthalten. Ansonsten müssen Sie das Paket "rdesktop" noch nachinstallieren. Die Fernsteuerung eines Windows-Computers wird dann aus der laufenden graphischen X-Oberfläche beispielsweise mit folgendem Kommando gestartet</p><p><i>rdesktop 192.168.0.9 </i></p><p>Ohne Parameter aufgerufen gibt das Programm alle möglichen Kommandozeilenparameter aus, die zum Beispiel zur automatischen Anmeldung mit Usernamen und Kennwort oder der Definition der gewünschten Desktop-Geometrie verwendet werden können.</p><p>Auch Linux hat mit dem X Window System sein "hauseigenes" Fernsteuersystem. Hier ist die Trennung der Instanz, die grafische Programme ausführt und derjenigen, die die Ausgaben anzeigt allerdings fester Teil des Konzepts. Zur Fernsteuerung brauchen Sie dann auf dem lokalen Computer noch eine X-Server-Programm, das die Aufgabe hat, das GUI darzustellen. Auf dem Linux-System wird nun dem System mitgeteilt, dass das Display nicht wie standardmäßig eingestellt, der lokale Computer ist, sondern dem anderen. Kurze Zeit nach dem Programmstart auf dem Linux-Rechner ploppt dann die Applikation auf dem Windows-Desktop hoch. Der günstigste Weg, um diese Fernsteuerung zu erreichen, ist ein kostenloser X-Server wie Cygwin/X von http://cygwin.com/xfree/. Die Umleitung der Programmausgaben darauf legt eine in der Kommandozeile gegebene Anweisung wie der folgenden fest.</p><p><i>export DISPLAY=192.168.0.9:0 </i></p><p>Die letzte Ziffer bezeichnet dabei die "Display-Nummer". Als Alternative zu diesem kruden Weg, der eine parallel geöffnete Verbindung per Kommandozeile erfordert, um das gewünschte Programm zu starten, gibt es auch komfortablere Varianten. Die starten die Sitzung gleich mit einem grafischen Linux-Anmeldebildschirm und verfügen über einen voll ausgestatteten Desktop. Dies erfordert allerdings eine Umkonfiguration von Linux, das standardmäßig nur lokale Anmeldungen per X Window System erlaubt.</p><p><h2>Kommandozeile als Alternative</h2></p><p>Unter Linux ist die Fernadministration des Computers unter Zuhilfenahme der grafischen Oberfläche eher die Ausnahme. Mit einer "Konsole", die die Eingabe von Befehlen in Textform erlaubt, lassen sich alle Aufgaben erledigen, die auch per Maus und KDE oder Gnome möglich sind - eben nur nicht so schön bunt, sondern in einer drögen Kommandozeilenansicht. Der große Vorteil sind dabei die niedrigen Ansprüche an die Qualität der Verbindung beider Computersysteme. Schon die Bandbreite einer einfachen Modemverbindung reicht völlig aus, um sinnvoll arbeiten zu können, da ja nur reine Textdaten hin und her gesendet werden.</p><p>Das früher dazu verwendete Programm Telnet ist inzwischen völlig ungebräuchlich geworden, da es ein ungesichertes Protokoll verwendet. Ein einfaches Abhören des Netzwerkverkehrs würde alle verwendeten Passwörter offen legen. Stattdessen kommt die Alternative SSH zum Einsatz, die auf Verschlüsselung setzt.</p><p>Unter Linux gehören SSH-Server und -Client bei allen Distributionen zu den Standardwerkzeugen. In der Regel können Sie bei einer Linux-Neuinstallation schon nach dem ersten Neustart von der Ferne aus per SSH zugreifen, etwa um den Rest der Konfiguration statt im Serverraum bequem vom PC im Büro aus durchführen zu können.</p><p>Windows kommt SSH-los daher. Beide Seiten der Konsolenfernsteuerung lassen sich aber recht leicht nachrüsten. </p><p><h2>SSH unter Windows einsetzen</h2></p><p>Die Clientseite von SSH, also das Programm für den Zugriff auf eine entfernte Station, wird von einigen Terminalprogrammen unterstützt. Als recht praktisch hat sich dabei Putty erwiesen. Es handelt sich dabei um ein freies Programm, das nicht installiert werden muss. Es wird in der Form einer direkt ausführbaren, nur ca. 400 kByte großen EXE-Datei vertrieben. Dadurch können Sie es etwa einfach auf einem USB-Stick mit sich führen oder bei Bedarf schnell aus dem Internet laden. Es ist unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham zu finden. Die Eingabe des Programmnamens bei Google führt aber meisten auch gleich zur Homepage des Autors.</p><p>Einen SSH-Server auf Windows zu installieren ist ein bisschen aufwändiger. Für Windows-Admins ungewohnt, wir dabei der PC alleine per Kommandozeilenbefehle bedient. Auch damit lassen sich sehr viele Aufgaben erledigen. Alleine schon die mit dem Kommando "NET…" erreichbaren Maßnahmen decken einen riesigen Bereich ab. Die Eingabe des Stichwortes "Befehlszeilenreferenz" in der Windows-Hilfe zeigt die Fülle der Möglichkeiten per Kommandozeile.</p><p>Es gibt mehrere Projekte, die sich des SSH-Servers für Windows annehmen. </p><p><a href='gallery.php?iid=7&keyword=Computer' title='Galerie zum Thema "Computer"'><img src="img_get.php?id=7" height='205' width='359' alt='OpenSSH'/></a></p><p><div class="bu">Mit dem SSH-Server von OpneSSH läßt sich ein Windows-PC mit Befehlen fernsteuern</div></p><p>Die praktischste Variante bietet "OpenSSH for Windows" von http://sshwindows.sourceforge.net/. Sie braucht wenig manuelle Nacharbeit und lääßt sich komfortabel über eine Setup-Routine installieren. Allerdings ist die Variante nur für Windows-Versionen ab 2000 geeignet.</p><p>Die Installation können Sie einfach mit den vorgegebenen Einstellungen durchlaufen lassen. Danach müssen Sie noch Gruppen und Benutzer anlegen, was aber recht einfach funktioniert. Auf einer Kommandozeile wechseln Sie in das OpenSSH-Verzeichnis und geben folgende Befehle ein, die die Gruppendatei erzeugen und dem vorhandenen Windows-Nutzer "Tom" den Zugang per SSH erlauben:</p><p><i>cd \programme\ssh\bin</p><p>mkgroup -l >> ..etcgroup</p><p>mkpasswd -l -u tom >> ..etcpasswd</i></p><p>Sollen sich die OpenSSH-Tools die Benutzerdaten aus einer NT-Domäne holen, muss die Option "-l" (für "lokal") in beiden Zeile gegen "-d" (für "Domäne") getauscht werden.</p><p>Der Service "openssd" wird nun über den Dienste-Manager gestartet und als "automatischer" Dienst eingetragen, damit er nach jedem Systemstart zur Verfügung steht.</p><p>Von einem anderen Rechner, etwa einem Linux-System sollte dann ein Befehl wie der folgende den Kontakt herstellen:</p><p><i>ssh user@computername</i></p><p>Beim ersten Aufruf bekommen Sie auf der Client-Seite eine Warnung, dass die Kennung des Servers bislang noch nie aufgetaucht ist. Nach deren Bestätigung sind Sie per sicherer Konsolenverbindung an einem Windows-System angedockt.</p><p></p><p><h2>Kommunikation absichern</h2></p><p>Ein großer Nachteil von VNC ist der Verzicht auf eine Sicherung der Kommunikationskanäle. Mit einer normalen Variante des Programms müssen Sie daher selbst eine Verschlüsselung nachrüsten, sofern ihre Verbindung den sicheren Bereich eines lokalen Netzwerks verlässt und beispielsweise über das Internet funktioniert. </p><p>Die einfachste Möglichkeit wäre der Aufbau einer virtuellen gesicherten Verbindung per VPN. Nach erfolgreicher Etablierung eines VPN wird die virtuellen Adresse der Gegenstelle angesprochen und die integrierte Verschlüsselung sorgt dafür, dass niemand durch Abhören der Fernsteuer-Sitzung an geheime Informationen gelangt. </p><p>Ein anderer Weg wäre die Verwendung eines besonderen Features des Tools SSH. Denn es eignet sich nicht nur dazu, einen sichereren Kommandozeilen-Zugang zu schaffen, sondern kann durch seinen verschlüsselten Kanal den Verkehr eines beliebigen Ports schleusen, der damit auch wieder sicher wird. Dieses so genannte Tunneln, ist einem VPN nicht unähnlich, wirkt aber immer nur auf speziell definierten Port-Kanälen. </p><p>Ein VPN dagegen sichert pauschal die gesamte Kommunikation ab. Die nicht ganz triviale Einrichtung eines SSH-Tunnels für VNC ist beispielsweise auf http://www.sl.shuttle.de/sl/rs-kropp/ssh/ssh.html beschrieben.</p><p>Wem das zu fummelig ist und für das Mehr an Sicherheit lieber etwas Geld ausgibt, findet beim Hersteller des kostenlosen RealVNC (www.realvnc.com) mit den kostenpflichtigen Varianten "Personal" und "Enterprise" Produkte, die die Verschlüsselung bereits an Bord haben. Hierbei ist auch der Anmeldevorgang selbst angesichert, so dass kein Angreifer sich des VNC-Kennworts bemächtigen kann.</p> </div> <!-- Kommentare --> <br style="clear:both"/> <a href="impressum.php#comment">Bedingungen für die Kommentareingabe</a><br/> <a href="impressum.php#disclaimer">Hinweis</a><br/> <!-- Weitere Tipps --> <div class="tipp" id="moretipps"> <ul> <li><a class="" href="http://www.schraudolph.de/tipps-und-software-so-optimieren-sie-ihr-funknetzwerk_tipp_16.html">Tipps und Software: So optimieren Sie Ihr Funknetzwerk</a></li> <li><a class="" href="http://www.schraudolph.de/netzwerksicherheit-ein-vpn-loest-viele-sicherheitsprobleme_tipp_6.html">Netzwerksicherheit: Ein VPN löst viele Sicherheitsprobleme</a></li> <li><a class="" href="http://www.schraudolph.de/linux-als-dateiserver-tanze-samba-mit-mir_tipp_8.html">Linux als Dateiserver: Tanze Samba mit mir!</a></li> <li><a class="" 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